Düsseldorf Fotomarathon

Dieses Jahr war ich zum ersten Mal dabei beim virtuellen Düsseldorf Fotomarathon. Das Thema in 2017: fünf Bilder zu Hitchcock’s Klassiker „Fenster zum Hof“.
Die Teilnehmenden bekommen das Thema am Abend genannt und haben am Folgetag sechs Stunden Zeit, ihre Assoziationen und Interpretationen dazu fotografisch umzusetzen.

An einem kalten, sonnigen Januarsamstag bin ich also unterwegs in meiner Heimatstadt, die ich an diesem Tag – wieder einmal – neu entdecke. Meine ursprüngliche Idee lasse ich in spannenden sechs Stunden in mehrere Stränge ausfasern – im Schauen und Gehen entstehen neue Aspekte und Gewichtungen. Letzten Endes wird erst im Treffen der Auswahl zu Hause daraus ein stimmiger Komplex zusammengefügt worden sein.

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Kein halbes Jahr später: mein erster Fotomarathon Düsseldorf 😉 . Diesmal aber nicht der virtuelle, bei dem man am Ende seine Bilder selber ausliest und übersendet, sondern der, bei dem man am Ende seine Speicherkarte auslesen läßt und die Auswahl seiner Bilder vorher, noch während des Marathons, trifft. Hauptthema und acht dazugehörige „Begriffe“ werden erst morgens genannt und dann hat man zweimal drei Stunden Zeit, sie fotografisch umzusetzen. Die Bilder müssen in der vorgegebenen Reihenfolge auf der Speicherkarte und eine Serie erkennbar sein.
Übergeordnetes Thema: „Wir feiern rheinisch“ – der Fotomarathon Düsseldorf wird 5.

Die ersten vier Begriffe:

1. Jedes Los gewinnt

2. Junger Mann zum Mitreisen gesucht

3. Bitte nicht zusammenstoßen

4. Nie kaufst du mir ein Lebkuchenherz

Nach den ersten vier Begriffen: Mittagspause. Bei isotonischen Getränken und Snack kommen wir untereinander in’s Gespräch, tauschen uns aus. Viele nehmen zum ersten Mal teil, auch so mancher „alter Hase“ ist dabei.
Dann: die nächsten vier Begriffe:

5. Das macht Freude, das macht Spaß!

6. Auf und nieder immer wieder

7. Wartezeit ab hier: 45 Minuten

8. Letzte Runde rückwärts

Nach sechs Stunden ist Schluß. Jetzt heißt es, die definitiven acht Fotografien auszuwählen und die Speicherkarte dem Orgateam in die Hand zu drücken. Nach und nach kommen alle Teilnehmenden in dem großen Raum im ‚Haus der Universität‘ zusammen. Mancher hat schon unterwegs aussortiert, mancher begibt sich erst jetzt daran. Die ausgelesenen Bilder werden randomisiert an eine Wand projeziert. Immer mehr werden es und immer mehr Augenpaare verfolgen, was die Anderen gesehen haben, welche unterschiedlichen, aber auch gleichen Assoziationen es gab. Wir sitzen, zeigen uns unsere Bilder und verfolgen die Fotoshow an der Wand; es herrscht eine zufrieden-stolz-freudige Stimmung und ob wir Künstler, Profi oder Hobbyfotograf sind ist gerade recht egal: wir waren dabei und alle sind auf ihre Art um einen anregenden, anfordernden kreativen Tag reicher.